TypeScript 6.0 ist da – und räumt auf
TL;DR: TypeScript 6.0 ist das letzte Release auf Basis der JavaScript-Codebasis – und läutet damit aktiv die Migration auf den nativen Go-Port TypeScript 7.0 ein. TypeScript 7.0 wird voraussichtlich bis zu 10-fach schnellere Build-Zeiten bieten.
Am 23. März 2026 hat das TypeScript-Team unter Leitung von Daniel Rosenwasser Version 6.0 veröffentlicht. Das Release ist kein gewöhnliches Feature-Update: Es fungiert als bewusste Übergangsstufe zwischen der heutigen JS-basierten TypeScript-Implementierung und TypeScript 7.0, das komplett in Go neu geschrieben wird und bereits als native Preview im VS Code Marketplace sowie via npm verfügbar ist. Teams, die heute auf 6.0 migrieren, bereiten sich damit direkt auf 7.0 vor.
Was ist neu?
TypeScript 6.0 ändert mehrere Compiler-Defaults grundlegend. strict ist jetzt standardmäßig true, module zeigt auf esnext, und types wird mit einem leeren Array initialisiert – was den bisherigen Mechanismus beendet, pauschal alle Pakete aus node_modules/@types einzubeziehen. Dies kann Build-Zeiten deutlich reduzieren. Das Standard-Target wechselt auf es2025, und rootDir wird nicht mehr aus dem Sourcecode-Baum inferiert, sondern zeigt standardmäßig auf das Verzeichnis der tsconfig.json.
Gleichzeitig werden mehrere veraltete Optionen entfernt oder hart depreciert: outFile ist raus, --moduleResolution node (alias node10), baseUrl als Module-Lookup-Root, --target es5 sowie die Module-Formate amd, umd und systemjs. Der module-Namespace für TypeScript-interne Namespaces ist jetzt ein hard error – das Schlüsselwort war bereits jahrelang als veraltet markiert.
Auf der Feature-Seite bringt 6.0 Typen für die nun offiziell Stage-4-Temporal-API, die neuen Map-Methoden getOrInsert / getOrInsertComputed, RegExp.escape, ein es2025-Target sowie den neuen Flag --stableTypeOrdering als Diagnosehilfe für die Vorbereitung auf 7.0.
Was bedeutet das für Teams und Tech Leads?
Für Teams und Tech Leads ist relevant, dass TypeScript 6.0 weniger ein optionales Upgrade als ein aktiv zu planendes Migrationsprojekt ist. Die neuen Defaults sind ein Breaking Change für jede Codebase, die bisher ohne explizite strict: false, types: ["*"] oder rootDir-Konfiguration auskommt. In TypeScript 7.0 werden deprecated Optionen vollständig entfernt. Wer TypeScript 6.0 sauber adoptiert, hat damit de facto die Grundlage für den nativen 7.0-Port gelegt, der noch in diesem Jahr erwartet wird und erhebliche Implikationen für CI/CD-Kosten und Build-Performance in größeren Repositories hat.
